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Technologie

20 Jahre Schmelztechnikum - Forschungs- und Entwicklungsanlagen im Bereich der Wärmebehandlung

Seit zwanzig Jahren betreibt die OTTO JUNKER GmbH in Lammersdorf ein Technikum zur Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Schmelz-, Warmhalte- und Gießanlagen.

-----  Fortsetzung von Ausgabe 29/2018 ----- 

Entwicklung für und mit unseren Kunden

Wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt, in der wir ausführlich über unser Schmelztechnikum berichtet haben, wird auch im Bereich der Anlagentechnik der Wärmebehandlung von Nichteisenmetallen ein umfangreich ausgestattetes Technikum unterhalten.

Neben einer Reihe von Versuchsständen, die zum Teil im Kundenauftrag zur Untersuchung spezieller Fragestellungen gebaut wurden, sind insbesondere eine Feuerverzinnungsanlage und ein Bandschwebeofen mit Kühlstrecke hervorzuheben.

Die beiden letztgenannten Aggregate dienen vornehmlich dem Zweck der systematischen Weiterentwicklung. Dabei hat sich insbesondere der Einsatz von Simulationstechniken bewährt: Einerseits kann dadurch bereits im Vorfeld eine Auswahl besonders geeigneter Versuchsvarianten getroffen werden, andererseits ermöglichen die empirischen Daten eine kontinuierliche Verbesserung der Modelle, die der Simulation zugrunde liegen.

Die im Markt etablierte HiPreQ®-Nebelquench (Bild) und die eigene Abblasung für die Feuerverzinnung sind Beispiele dafür, dass mit der Kombination aus Simulation und Messung ganz neue Anlagenteile entwickelt wurden, die den Kunden große Vorteile sichern: sei es die Planheit von Bändern, die nur so schnell als metallurgisch notwendig gekühlt werden, oder sei es die sowohl optisch als auch maßlich bisher unerreichte Gleichmäßigkeit verzinnter Bänder. Ganz nebenbei können durch zahlreiche Parametervariationen in den empirisch abgesicherten Simulationen auch komplexe Zusammenhänge soweit angenähert werden, dass die in den Thermoprozessanlagen eingesetzten mathematischen Modellen hinreichend genau und echtzeitfähig sind. Für Kunden sind die aufgezeigten Möglichkeiten insofern von Nutzen, als dass Erwärmungs- oder Kühlverfahren bereits im Planungsstadium überprüft und ggfs. optimiert werden können. Dadurch wird nicht nur sichergestellt, dass mit der potenziellen Investition in neue Anlagentechnik die geforderten metallurgischen Kennwerte erreicht werden. Vielmehr dienen die Erkenntnisse dazu, gleichzeitig maximale Wirtschaftlichkeit, ausgedrückt durch Produktivität und Energieeffizienz, zu erreichen.

Und für den Fall, dass sich eine Aufgabenstellung nicht mit „erzwungener Konvektion“ lösen lässt, weil z. B. besonders kurze Aufheizzeiten oder lokal begrenzte Erwärmung notwendig sind, kann immer noch die Synergie zum Schmelztechnikum genutzt und auf induktive Erwärmungsverfahren zurückgegriffen werden.
HiPreQ®-Nebelquench
Feuerverzinnungsanlage (Modell Technikum)
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